Veranstaltungsformat: Zukunftswerkstatt

Veranstaltungsformat Beschreibung

Die Zukunftswerkstatt ist ein Format, in dem für ein festgelegtes Thema Zukunftsvisionen und -ideen entwickelt werden. Dem Format liegt zugrunde, dass alle Teilnehmer:innen Expert:innen sind und ihr eigenes Wissen, eigene Erfahrungen und Ideen miteinbringen.Wichtig ist dabei, dass alle Teilnehmer:innen gleichbereichtigt sind und die Gruppe durch eine Moderation unterstützt wird.

Eine Zukunftswerkstatt ist dabei hauptsächlich in die drei Phasen Kritikphase, Fantasie-/ Utopiephase und Realisierungsphase unterteilt. Hinzu kommen noch eine Vorbereitungs-  und Nachbereitungsphase. Im Zuge der Vorbereitungsphase stellen sich die Teilnehmer:innen vor und es wird in die Methode und das Thema der Zukunftswerkstatt eingeführt. Anschließend startet die Kritikphase, in der die individuelle Kritik der Teilnehmer:innen gesammelt, visualisiert und gewichtet wird. Mit den gewichteten Ergebnissen der Kritikphase wird in der Fantasiephase weitergearbeitet. Dabei werden die Kritikpunkte in Zukunftsideen, -utopien oder -wünsche umgewandelt. Die Erarbeitung findet in Kleingruppen statt. Die Ergebnisse werden anschließend den anderen Gruppen vorgestellt. In der Realisierungsphase werden die Ideen und Entwürfe konkretisiert und auf ihre Realisierbarkeit hin überprüft. Anschließend wird eine Strategie zur Umsetzung entwickelt. Dabei sollte die Umsetzungstrategie so detailliert wie möglich sein. Die Nachbreitungsphase beschreibt die Phase, in der die Ideen schließlich umgesetzt werden.

 

Veranstaltungsformat Details

Didaktische Empfehlungen
  • Einführung in Format und Thema: Die Einführung in das Format Zukunftswerkstatt und das entsprechende Thema können als kurzer Vortrag zu Beginn über die Videokonferenzsoftware Zoom gestaltet werden. Hierfür kann den Teilnehmer:innen eine kurze Präsentation mit Ablaufplan über die Bildschirmfreigabe von Zoom gezeigt werden.
  • Kennenlernen: Für das Kennenlernen der Teilnehmer:innen kann die Methode der Schlagzeilen genutzt werden. Dabei schreiben alle Teilnehmenden eine Schlagzeile über sich selbst. Digital kann dies über die Anwendung Pinnet umgesetzt werden.
  • Kritiksammlung: Für die Sammlung von Kritikpunkten im Zuge der Kritikphase eigenet sich gut die Methode der „Kartenabfrage„. Im Zuge der Methode schreiben die Teilnehmer:innen ihre Kritikpunkte auf Karten und pinnen diese an eine Wand. Digital lässt sich dies gut mit der Anwendung Pinnet umsetzen. Hier werden die Kritikpunkte auf digitale Post-Its geschrieben. Der Vorteil von Pinnet ist, dass die Post-Its anschließend sortiert, kommentiert und gewichtet werden können. Dies ist wichtig für den nächsten Schritt der Zukunftswerkstatt.
  • Ideenentwicklung: Für Weiterentwicklung der gewichteten Ideen bietet sich die Methode des „World-Cafes“ an. Hierbei können alle Teilnehmer:innen in Kleingruppen die Ideen weiterentwickeln. Für die digitale Variante des World-Cafes kann mit einer Kombination der Videoanwendung Wonder und dem kollobarativen Texteditor YoPad gearbeitet werden. Hierbei positionieren sich die Teilnehmer:innen mit Wonder in Kleingruppen und nutzen das YoPad als Ersatz für die Metaplanwand.
  • Realisierungsphase: Die Realisierungsphase kann als Videokonferenz in Zoom umgesetzt werden. Dabei kann eine durch die Moderation strukturierte Diskussion über die Umsetzungsstrategie geführt werden. Die Ergebnisse können anschließend mit dem Texteditor YoPad dokumentiert werden.
Empfohlene Tools

Pinnet, Zoom, Wonder, YoPad

Alternative Tools

Padlet, BigBlueButton, Jitsi Meet, EduPad

Tipps & Stolpersteine
  • Für das Format der Zukunftswerkstatt ist es sinnvoll, wenn die Teilnehmer:innen bereit, sind gewohnte Denkmuster zu durchbrechen und unkonentionelle Gedankenstrukturen zulassen. Dies sollte grundsätzlich durch die Moderation gefördert werden.
  • Bei manchen Zielgruppen können zu utopische Ideen mit einer niedrigen Wahrscheinlichkeit der Realisierung schnell frustriend wirken und letztlich zu Resignation führen. Hier ist es wichtig, Transparenz zu schaffen.
  • Eine Zukunftswerkstatt benötigt Zeit und Zeitdruck ist für die Kreativität nicht förderlich.
  • Eine entspannte und freundliche Atmospähre ist gewinnbringend für die kreative Entfaltung der Teilnehmer:innen.
  • Die Aufgabe der Moderation ist neben der Überwachung der Zeit auch die Aktivierung der Teilnehmer:innen und die Visualisierung der Ergebnisse. Hierfür benötigt die Moderation eine neutrale, wertschätzende und offene Grundhaltung.
  • Zu Beginn der digitalen Zukunftswerkstatt sollten Sie min. 15 Min. für einen Technik-Check einplanen. Im Zuge des Technik-Checks sollten alle Teilnehmer:innen Mikrofon und Kamera nacheinander ausprobieren, um so potenzielle Probleme schon zu Beginn zu beheben.
  • Als Moderator:in der digitalen Zukunftswerkstatt sollten Sie sich im Vorfeld mit der Technik und den Programmen vertraut machen.
  • In manchen Fällen empiehlt es sich, eine weitere Person zur Unterstützung dazu zu holen, welche die Technik betreut. So können Sie sich als Moderator:in komplett auf die Moderation der Zukunftswerkstatt konzentrieren.
Möglicher Ablaufplan

Beispielhafter Ablaufplan

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