Podiumsdiskussion: „Wahrnehmungsdiskrepanzen von Antisemitismus in Deutschland“

Wahrnehmungsdiskrepanzen von Antisemitismus in Deutschland

Am 9. Oktober 2019 versuchte ein Rechtsextremist an Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag, in die Synagoge im Hallenser Paulusviertel einzudringen, um die dort versammelten Menschen zu töten. Die Tat löste in den deutschen Medien eine heftige Debatte um die Aktualität antisemitischer Gewalt aus.

Doch auch jenseits von solch schrecklichen Ereignissen zeigt sich Antisemitismus in Deutschland – und das vor allem im Alltag der in Deutschland lebenden Jüdinnen und Juden, in der Schule, im Arbeitsalltag, auf der Straße, im Fußballstadion. In den Diskussionen der vergangenen Jahre um Antisemitismus im Schulalltag zeigt sich, dass viele Schulen dieses Problem nicht ernst nehmen und entsprechend nicht adäquat darauf reagieren. Darin kommt nicht selten zum Vorschein, dass Antisemitismus gar nicht als solcher erkannt und benannt wird.

Generell wird Antisemitismus von der nicht-jüdischen Mehrheitsgesellschaft aus verschiedensten Gründen nicht erkannt und erscheint daher den meisten Menschen in Deutschland kaum relevant. Für die jüdische Bevölkerung allerdings ist das Erleben von Antisemitismus omnipräsent und belastend. Auch im pädagogischen Kontext wird selten direkt danach gefragt, was die Erfahrung von Antisemitismus eigentlich für die Betroffenen bedeutet und was sie mit ihnen macht.

Der Frage, wie eine solche Diskrepanz in der Wahrnehmung von Antisemitismus zu Stande kommt, wie sie sich auf die Betroffenen auswirkt und wie dem sinnvoll begegnet werden kann, wollen wir in einer Podiumsdiskussion mit Antisemitismus-Expert*innen und Vertreter*innen der jüdischen Community in Deutschland auf den Grund gehen.

 

Termin/Format

Am 18. August 2020 in der Zeit von 19:00 bis 21:00 Uhr.

Online-Konferenz über Zoom & Live-Streaming über YouTube.

Der Livestream kann ohne Anmeldung oder Login über den YouTube-Link besucht werden:
https://www.youtube.com/channel/UCh30gbv2Zh5RMj0ZK8uORTA

Wenn Sie an unserer Zoom-Konferenz teilnehmen, beachten Sie bitte unsere folgenden Datenschutzhinweise https://awo-koeln.de/datenschutzhinweise.html.

Für den Livestream bei YouTube gelten die Datenschutz- und Nutzungsbedingungen des Plattformbetreibers Google https://policies.google.com/privacy?hl=de&gl=de.

 

Anmeldung

Um an der Fragerunde teilnehmen zu können, senden Sie zur Anmeldung bis zum 11. August 2020 unter Angabe Ihres vollen Namens eine E-Mail an podium2020@demokratieleben-koeln.de.

Nach der Anmeldung erhalten Sie Ihre Login-Daten für Zoom und können sich dort aktiv in den zweiten Teil der Veranstaltung einbringen.
Rückfragen unter: 0221 888 101 113

Klicken Sie hier für den Download der Einladung.

 

Programmablauf

19:00 Uhr Eröffnungsgrüße der Stadt Köln und der AWO Köln
19:15 Uhr

Podiumsdiskussion mit:

Sophie Brüss (SABRA)

Dr. Meron Mendel (Bildungsstätte Anne Frank)

Dr. Marcus Meier (Kölnische Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit)

Patrick Fels (m² des NS-Dok)

Moderiert durch: Anke Bruns

20:00 Uhr Öffnung für Fragen aus dem Publikum
20:45 Uhr Abschluss

 

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